Pollen Allergie in der Schwangerschaft

Was tun bei Heuschnupfen?

25.Apr 2016
Deutsch

Eine laufende Nase, tränende Augen und heftige Niesanfälle. Es ist wieder soweit - die Pollen fliegen. Und leider bleiben auch viele schwangere Frauen nicht vom Heuschnupfen verschont. Die hormonelle Umstellung hat oftmals Auswirkungen auf das Immunsystem. So ist es zwar möglich, dass der Heuschnupfen aufgrund der Hormone völlig ausbleibt, aber eben auch das Gegenteil kann der Fall sein: Die Beschwerden verstärken sich mit der Schwangerschaft. Wichtig ist, dass nicht gleich das erste Niesen auf eine Pollenallergie hindeuten muss. Durch die Hormone während der Schwangerschaft schwellen die Schleimhäute nämlich so stark an, dass sehr viele gesunde Frauen mit einer verstopften Nase zu kämpfen haben. Tränende und juckende Augen sind häufig das wesentliche Unterscheidungskriterium zwischen gewöhnlichem Schnupfen oder einer Erkältung und richtigem Heuschnupfen. Kommen diese Symptome während der Pollenzeit zur verstopften Nase hinzu, ist eine Allergie durchaus wahrscheinlich. Sogar wenn du noch niemals zuvor mit Heuschnupfen zu kämpfen hattest. 

Pollen Allergie in der Schwangerschaft

Während wir das Niesen und Schniefen normalerweise mit Nasensprays und Antihistaminika, also antiallergischen Medikamenten noch einigermaßen unter Kontrolle bekommen, ist es „unter anderen Umständen“ gar nicht so einfach. Welche Medikamente dürfen schwangere Frauen überhaupt ohne Angst ums Baby einnehmen? Welche Nebenwirkungen können auftreten? Was gilt es zu beachten? Die Antwort ist erst einmal simpel: Ohne jegliche Rücksprache mit dem Arzt, solltest du während du schwanger bist keine Medikamente gegen deine Allergie einnehmen! Dies gilt auch für pflanzliche und nicht-verschreibungspflichtige Mittel. Selbst ein simples, rezeptfreies und abschwellend wirkendes Nasenspray kann zum Beispiel zu einer Verengung der Blutgefäße führen und sollte von Schwangeren daher keinesfalls längerfristig angewendet werden. 

Trotzdem liebe Heuschnupfen-Geplagte - kein Grund zu verzagen! Es gibt durchaus Augentropfen und Nasensprays, die man auch mit Babybauch ohne Bedenken verwenden kann. Auch Homöopathie hat schon vielen werdenden Mamas gegen ihre Allergie geholfen. Und wenn überhaupt keine andere Therapie etwas bringt, wird dir dein Arzt möglicherweise auch Kortison in Tablettenform verschreiben. Gezielt, kurzfristig und kontrolliert eingesetzt ist dieses Hormon nicht schädlich. Bevor es dazu kommt, haben wir aber noch einige Tipps auf Lager, wie du Pollen möglichst gut meiden kannst. 

Frühlingszeit ist Pollenzeit

Fotos: Shutterstock

5 hilfreiche Tipps, was du selbst bei Allergie in der Schwangerschaft tun kannst:

1. Halte während der Pollensaison beim Autofahren stets die Fenster geschlossen. 

2. Wasche dir abends die Haare und ziehe dich möglichst nicht im Schlafzimmer aus! 

3. In der Hauptflugzeit der Pollen - in der Stadt ist dies am Abend, auf dem Land in der Früh - die Fenster besser geschlossen lassen.

4. Nasenspülungen mit Kochsalz oder Meersalz sind Ok.  Auch in Form von Nasentropfen oder Nasenspray. Dies hält die Schleimhäute feucht. 

5. In der Regel sind wir nur auf bestimmte Pollen allergisch. Daher regelmäßig die Pollenvorhersage checken! So kannst du abschätzen, ob aktuell allergieauslösende Pollen in der Luft sind. 

Tipp: Lade die die Pollen App herunter! Sie zeigt dir an, welche allergieauslösenden Pollen in deiner Region (für Deutschland und Österreich) durch die Luft fliegen. Im Pollentagebuch kannst du deine Beschwerden und deren Verlauf und damit die Reaktionsmuster der Allergie festhalten - somit erhältst du eine speziell auf Dich zugeschnittene Vorhersage. 

Einen ähnlichen Service für die Schweiz findest du hier

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